Stark im Norden: Alt-Hamborn & Marxloh

Modellvorhaben des  Bundes zur Weiterentwicklung der Städtebauförderung – „Stark im Norden: Alt-Hamborn & Marxloh“

Die ersten Zuwendungsanträge für das Modellvorhaben „Stark im Norden: Alt-Hamborn & Marxloh“ werden gestellt        
Nach Vorlage der Förderzusage des Landes NRW vom 16.10.2020 konnten die ersten Förderanträge zum Modellvorhaben gestellt werden. Am 07.12.2020 verabschiedete der Rat der Stadt daher eine weitere Beschlussvorlage zum Modellvorhaben des Bundesministeriums des Inneren, Bau und Heimat zur Weiterentwicklung der Städtebauförderung „Stark im Norden – Alt-Hamborn & Marxloh“ (DS 20-1186), mit der sich die Bezirksvertretung Hamborn und der Stadtentwicklungsausschuss in Januar 2021 befassten.

Gegenstand der Beschlussgrundlage sind folgende Förderantragstellungen:
Für die Umsetzung der im ISEK dargestellten 13 Teilprojekte werden Zuwendungen für Personalressourcen in der Verwaltung beantragt. Denn für dieses Modellvorhaben ermöglicht der Fördermittelgeber erstmals eine Förderung von internen Personalressourcen.
Hinzu kommt die Beantragung von Fördermitteln für das Teilprojekt 1: die flankierenden Maßnahmen. Dies beinhaltet das Quartiersmanagement des Modellvorhabens mit zwei Quartiersbüros in Alt-Hamborn und Marxloh. Hinzu kommen eine wissenschaftliche Begleitung des gesamten Modellvorhabens mit seinen Teilprojekten durch eine externe Institution und eine Studie zu den Herausforderungen in einem „Ankunftsstadtteil unter Stress“. Denn der Fördermittelgeber knüpft hohe Erwartungen an Innovation und Modellhaftigkeit der Bausteine des Modellvorhabens. Schließlich wird im Teilprojekt 7: Sicherheit und Kriminalprävention eine Konzeptstudie zum Thema Sicherheit und Kriminalprävention und eine kriminalpräventive Begleitung der einzelnen Teilprojekte durchzuführen sein.

Voraussetzung für die Festlegung des tatsächlichen Kostenrahmens und die Ausschreibung der Maßnahmen sind allerdings zuvor die Prüfung und Bewilligung durch den Fördergeber BMI/BBSR.

Modellvorhaben des Bundesministeriums des Inneren, Bau und Heimat zur Weiterentwicklung der Städtebauförderung „Stark im Norden – Alt-Hamborn & Marxloh“
hier: Förderantragstellung für interne Personalressourcen und externe Begleitung flankierender Maßnahmen sowie des Teilprojektes Sicherheit und Kriminalprävention Drucksache-Nr. 20-1186 vom 03.12.2020
https://sessionnet.krz.de/duisburg/bi/getfile.asp?id=1648183&type=do


Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Duisburg – „Stark im Norden: Alt-Hamborn & Marxloh“

Am 15.06.2020 verabschiedete der Rat der Stadt Duisburg die Beschlussvorlage Modellvorhaben des Bundesministeriums des Inneren, Bau und Heimat zur Weiterentwicklung der Städtebauförderung mit der Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) „Stark im Norden -Alt-Hamborn & Marxloh“ (Drucksache 20-0455).

20_0455 Beschlussvorlage Fortschreibung-ISEK Alt-Hamborn und Marxloh
ISEK Alt-Hamborn und Marxloh – April 2020
Gebietskulisse und Maßnahmen

Ende 2018 hatte der Duisburger Bundestagsabgeordnete Mahmut Özdemir ein Förderpaket von 50 Millionen Euro für den Duisburger Norden in Aussicht gestellt. Gemeinsam mit den Städten Rostock, Plauen und Erfurt war Duisburg für ein „Modellvorhaben zur Weiterentwicklung der Städtebauförderung“ vom Bund ausgewählt worden.
Anfang 2019 war die Verwaltung aufgerufen, ein Maßnahmenpaket zu entwickeln, mit dem Marxloh und Alt-Hamborn von dieser Förderung profitieren könnten, und die einzelnen Projekte in einem Integrierten Stadtteilentwicklungskonzept (ISEK) zu beschreiben.
Die Gesamtkoordination für das Modellvorhaben liegt beim Amt für Stadtentwicklung und Projektmanagement. Die EG DU mit ihrer Expertise in den beteiligten Stadtteilen unterstützt inhaltlich und organisatorisch bei der Erarbeitung des ISEK, der Qualifizierung der Teilprojekte, der Projektorganisation, der Bürgerinformation sowie der Mittelbeantragung. Von hier aus wurde im Juli 2019 die steg NRW GmbH eingebunden, um bei der Erarbeitung des Integrierten Stadtteilentwicklungskonzeptes (ISEK) Duisburg – „Stark im Norden: Alt-Hamborn & Marxloh“ mitzuwirken.
Das Konzept wurde im Sommer 2019 dem Fördergeber, dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) mit insgesamt 14 Steckbriefen von Projekten für Marxloh und Alt-Hamborn vorgelegt und ist nun bis Anfang 2020 um weitere Informationen zu ergänzen.
Der weitere Projektfahrplan sieht die Zustimmung des Rates der Stadt für das Frühjahr 2020 vor und die anschließende Antragstellung beim Fördermittelgeber.
Nach einer erfolgreichen Bewerbung wird das Geld in Projekte in Marxloh und Alt-Hamborn fließen. Der Stadt Duisburg wurde durch den Bund eine Förderung in Höhe von 25 Millionen Euro für Marxloh und Alt-Hamborn in Aussicht gestellt, die sich auf 50 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten bezieht. Eine Ko-Finanzierung in Höhe von 15 Millionen Euro wurde vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW in Aussicht gestellt, so dass für die Stadt ein Eigenanteil von 10 Millionen Euro verbleibt.

Öffentlichkeitsarbeit zum 50 Mio. € Modellvorhaben für den Duisburger Norden

Am 17. September 2019 fand die erste Pressekonferenz zum 50 Mio. € Modellvorhaben für Alt-Hamborn und Marxloh statt. Gemeinsam mit Martin Linne, Dezernent für Stadtentwicklung und Umwelt, Hendrik Trappmann, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung und Projektentwicklung, sowie SPD-Bundestagsmitglied Mahmut Özdemir stellte Oberbürgermeister Sören Link das „Modellvorhaben zur Weiterentwicklung der Städtebauförderung für die Quartiere Marxloh und Alt-Hamborn” vor.
Das Konzept zum „Modellvorhaben zur Weiterentwicklung der Städtebauförderung“, das die Stadtteilentwicklung in Marxloh und Alt-Hamborn nach vorne bringen soll, wurde am 9. Oktober 2019 zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Bürgerinformationsveranstaltung erfreute sich mit über 120 Bürgerinnen und Bürgern, die der Einladung in die Clauberghalle gefolgt waren, großer Resonanz.
Auf der Informationsveranstaltung wurden nach den Eingangsstatements des MdB Mahmut Özdemir, des Wirtschaftsdezernenten André Haack, des Bezirksbürgermeisters Marcus Jungbauer und des Geschäftsführers der EG DU Carsten Tum die einzelnen ISEK-Teilprojekte an Plakaten vorgestellt und mit den Bürgern erörtert und ausgiebig diskutiert.
Eine wichtige Rolle im ISEK „Stark im Norden: Alt-Hamborn & Marxloh“ soll das Thema Bildung in Marxloh spielen, u. a. mit der Ausstattung der Grundschule mit „Elternlandeplätzen“ und dem Ausbau des Familienzentrums Julius-Birck-Straße sowie des Kinder- und Jugendfreizeitzentrums RiZ. Hinzu kommen städtebauliche Projekte wie die Neugestaltung und Stärkung der Zentren, also dem Hamborner Altmarkt und dem August-Bebel-Platz, sowie die Freiraumgestaltung des Friedrich-Parks. Im Paket vorgesehen sind außerdem der Abriss der Rhein-Ruhr-Halle und des alten Gesundheitsamtes, um damit Platz für neue Nutzungen zu schaffen, und ein Projekt zu neuen Nutzungsperspektiven für Problemimmobilien im Stadtteil. Ein neues Projektthema wird sich außerdem der Sicherheit und Kriminalprävention im Stadtteil widmen.
All das soll durch ein Quartiers- und Zentrenmanagement in Alt-Hamborn und Marxloh miteinander vernetzt werden. Im Zuge der weiteren Projektentwicklung werden weitere Bürgerbeteiligungsaktionen stattfinden.
Die Dokumentation der Bürgerinformationsveranstaltung vom 9. Oktober 2019 ist unter folgendem Link abrufbar Dokumentation der ISEK-Veranstaltung am 09.10.2019 der entsprechende Videobeitrag des Studio 47 ist unter dem Link https://youtu.be/vKkjT8dq6mI einsehbar.

Bildquelle: steg NRW GmbH