Duisburg-Marxloh

Übersicht
Der Stadtteil Duisburg-Marxloh

Der Stadtteil Marxloh liegt ca. zehn Kilometer nördlich der Duisburger Innenstadt im Stadtbezirk Hamborn und beherbergte zum 31.12.2018 20.879 Einwohner. Er ist vor allem durch seine durch die Stahlindustrie geprägte Vergangenheit und den Strukturwandel gekennzeichnet und gilt als klassischer ehemaliger „Arbeiterstadtteil“. Nun wächst der Stadtteil erneut als „Ankunftsort“ für Zuwanderer aus den EU2-Staaten und Flüchtlinge aus aller Welt.

Immer noch werden mehr als 44 % der Gesamtfläche des Stadtteils gewerblich-industriell genutzt, und auch heute noch verursacht die Industrienutzung Immissionsbelastungen. Im Süden und Westen ist Marxloh von Flächen der Thyssen KruppSteel Europe AG und der Grillo Werke umgeben, im Norden befindet sich das freigeräumte ehemalige Zechengelände der Schachtanlage Friedrich Thyssen 2/5.

Ähnlich wie der Duisburger Stadtteil Hochfeld muss auch Marxloh unterschiedlich ausgeprägten Problemlagen begegnen, in sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht, wie auch – aufgrund des hohen Anteils von Industrie und versiegelten Flächen – klimatischen und ökologischen Gegebenheiten. Aber auch dieser Stadtteil bietet für die Zukunft vielfältige Potenziale.

Die EG DU in Marxloh
Als Nachfolgerin der EGM Entwicklungsgesellschaft Marxloh mbH betreibt die EG DU seit 1999 ihr Stadtteilbüro vor Ort. Es ist Anlaufstelle für alle Einwohnerinnen und Einwohner des Stadtteils und Ansprechpartner für alle Akteure und Initiativen, die sich für eine Verbesserung der Lebensumstände in Marxloh einsetzen. Seit Jahren sind die Stadtteilmanager der EG DU daher in den unterschiedlichsten Netzwerken auf lokaler Ebene vertreten und sorgen für eine Verbindung zwischen den Interessensvertretungen und behördlichen Fachbereichen.

Seit Jahrzehnten profitiert Marxloh von finanzieller Unterstützung durch unterschiedliche Fördergeber. Ein ebenso langjähriger Partner ist die Städtebauförderung des Landes NRW unter Beteiligung von Bundes- sowie EU-Mitteln. Mit ihrer Hilfe und dem Eigenanteil der Stadt Duisburg konnten diverse Maßnahmen finanziert werden, die sich nachhaltig positiv auf das Erscheinungsbild und das soziale Miteinander im Stadtteil ausgewirkt haben.

Die EG DU hat sich hieran konzeptionell und durchführend beteiligt, zuletzt durch eine Weiterführung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK), das einen zentralen Zugang zu Fördermitteln darstellt und gleichzeitig die Arbeitsgrundlage für die städtischen Bemühungen um eine Verbesserung der Lebenssituation im Stadtteil ist.

Das aktuelle ISEK beschreibt die Verbesserung der Bildungssituation als vordringlichste Aufgabenstellung; dementsprechend ist die Realisierung des Campus Marxloh, einem Neubau auf dem Gelände der Herbert-Grillo-Gesamtschule, das hervorgehobene Ziel der gegenwärtigen Stadtteilarbeit.

Informationen zu diesem Projekt als Sammelpunkt außerschulischer Bildungsangebote finden Sie hier.

Weitere ausührliche Infos über Marxloh finden Sie hier und hier

Aktuelles

Aktuelles zum Projekt „Campus Marxloh“

Informationen zu einem weiteren Projekt in Marxloh: Stark im Norden: Alt-Hamborn und Marxloh


Netzwerkbroschüre Marxloh

Im Herbst 2020 erschien die neue Broschüre „Netzwerk AK DU 11 Marxloh“. Das AK DU 11 ist bereits seit über 20 Jahre ein aktives Netzwerk der sozialen und Bildungsakteure aus Marxloh. Dort werden Kräfte gebündelt und Informationen über Projekte, Angebote und Herausforderungen ausgetauscht. Unter der Federführung des Amtes für Soziales und Wohnen der Stadt Duisburg wurde durch das Netzwerk eine Broschüre zusammengestellt, in der Organisationen in den Bereichen „Kinder und Jugend“, „Bildung“, „Soziales“ und „Wohnen“ kurz und kompakt darstellt werden. Die Broschüre bietet einen schnellen Überblick über Ansprechpartner*innen und Angebote im Stadtteil und ist ein wichtiges Nachschlagewerk sowohl für Stadtteilorganisationen als auch für Bewohner*innen des Stadtteils.

Die Broschüre steht hier als Download zur Verfügung.

Druckexemplare werden nach der Pandemie zu den Öffnungszeiten im Stadtteilbüro Marxloh erhältlich sein.

Nach vorheriger telefonischer Rücksprache können sie derzeit in der Zentrale am Schwelgern-Stadion abgeholt werden.

Weiteres

Zum Thema „Sport als Querschnittsaufgabe in der integrierten Stadtentwicklung / Baukultur und kulturelles Erbe in der Stadtentwicklung“ finden Sie hier eine Präsentation zum  „Integratives Sport- und Begegnungszentrum Warbruckstrasse“ (Projekt aus dem Integrierten Handlungskonzept)


Am 06.10.2020 erschien in den Tagesthemen in dem Format „#mittendrin in Deutschland“ der Bericht „Marxloh kämpft für einen besseren Ruf“


beWiesen! ist Vorbildprojekt der Sozialen Stadt in NRW

Am 2. Dezember wurde das Marxloher Projekt „beWiesen!“ als Vorbildprojekt der Sozialen Stadt in NRW ausgezeichnet. Das Städtenetz Soziale Stadt NRW hat in einem landesweiten Wettbewerbsverfahren nach einzigartigen Vorbildprojekten aus den Programmgebieten der Sozialen Stadt gesucht. Fünf Preisträger wurden ausgewählt und gestern im Rahmen der „Festtagung“ zum 20-jährigen Jubiläum des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt“ in Essen ausgezeichnet.
Renovieren und Berufsorientierung für einen sozialen Zweck
Seit Sommer 2018 setzt die Herbert-Grillo Gesamtschule gemeinsam mit verschiedenen Partnern das innovative Projekt „beWiesen!“ an der Wiesenstraße in Marxloh um. Im Rahmen des Projektes werden bereits 5 leerstehende Wohnungen mit Unterstützung von Schülerinnen und Schülern in Marxloh renoviert und stehen bald für soziale Zwecke zur Verfügung.
Bisher wurden Maler- und Tapezierarbeiten, Holz- und Bodenarbeiten sowie zuletzt Fliesenlegen von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Rahmen einer Schul-AG und im Ferienprogramm unter Anleitung erprobt und durchgeführt. Die AG endet für die Schülerinnen und Schüler mit einem Zertifikat für die erfolgreiche Teilnahme und mit einem erheblichen Zugewinn an handwerklicher und sozialer Kompetenz.
Entstanden ist die Idee im Frühjahr 2018, als die Mitglieder des Marxloher Arbeitskreises „AK DU 11″, ein Netzwerk von sozialen und Bildungseinrichtungen, vor der zentralen Frage standen: Wie gehen wir mit dem Wohnungsleerstand in unserem Stadtteil Duisburg-Marxloh um?
Gleichzeitig ist die Herbert Grillo-Gesamtschule immer auf der Suche nach Möglichkeiten, ihre Schülerinnen und Schüler lebensnah und praxisorientiert auf die Berufswahl vorzubereiten. Die GEBAG war bereit, leerstehende Wohnungen zur Verfügung zu stellen und die EG DU bot Kontakte und Zugang zu Fördermitteln an. Die Verknüpfung dieser Ideen am Rande einer Sitzung des AK DU 11s war die Geburtsstunde des Stadtteilprojektes, das nun den Namen „beWiesen!“ trägt. Der Arbeitskreis wurde mit der Integrationsagentur der AWO Integration gGmbH, dem Verein Tausche Bildung für Wohnen und der WerkStadt Duisburg GmbH um weitere engagierte Kooperationspartner erweitert, mit denen gemeinsam die nächsten Arbeitsschritte geplant werden.

Perspektiven
Ziel der Schule ist es dabei weiterhin, die Suche nach Ausbildungsplätzen im Anschluss an die Schullaufbahn zu unterstützen. Perspektivisch kann sich die Schule vorstellen, eine Schülerfirma zu gründen, die im Fachgebiet Renovieren an anderen Stellen im Stadtteil, z.B. für sozial benachteiligte Menschen, tätig werden kann.
Nach Beendigung der „beWiesen!“-Renovierung in den einzelnen Wohnungen stehen die Räumlichkeiten bis auf weiteres mietkostenfrei für soziale Projekte zur Verfügung. Die Initiativgruppe möchte im Herbst ein Konzept für die Weiternutzung der Wohnungen ausarbeiten und beschließen.
Über die Auszeichnung von „beWiesen!“ als Vorbildprojekt der Sozialen Stadt freut sich Carsten Tum, Sprecher des Städtenetzes Soziale Stadt NRW und Geschäftsführer der EG DU, besonders: „Viel Gutes ist in diesem Projekt verknüpft worden: Berufsorientierung, die Behebung von Leerständen, die Aufwertung von Immobilien und die Gewinnung neuer Räumlichkeiten für einen sozialen Zweck. Das ist nur durch die hervorragende Netzwerkarbeit und die konstruktive Zusammenarbeit möglich – eine vielverdiente Auszeichnung für Marxloher Akteure!“

Auszeichnung_beWiesen_Vorbildprojekte


Preis Soziale Stadt
Bereits seit dem Jahr 2000 zeichnet der Wettbewerb „Preis Soziale Stadt“ Projekte und Initiativen aus, die im Sinne des ganzheitlichen Ansatzes der Sozialen Stadt aktiv sind. Die Komplexität der Problemlagen erfordert dabei ein integriertes Vorgehen in Kooperation unterschiedlichster Akteure. Der Preis Soziale Stadt stellt das Engagement von kommunalen Institutionen, Verbänden, Wohnungsunternehmen und anderen Organisationen in den Mittelpunkt. Der Preis wird in Höhe von 10.000,- Euro an ein ausgewähltes Projekt vergeben.

Logo Soziale Stadt 2019
Wettbewerb „Preis Soziale Stadt“
"beWiesen!" unter den Top 30 beim Preis Soziale Stadt
„beWiesen!“ unter den Top 30 beim Preis Soziale Stadt

„beWiesen!“ wurde aus 182 eingereichten Projekten auserwählt und darf am 24. Oktober zur Preisverleihung nach Berlin fahren, wo der finale Sieger des Wettbewerbes bekannt gegeben wird. „beWiesen!“ ist ein Kooperationsprojekt der Herbert-Grillo-Gesamtschule, GEBAG Duisburger Baugesellschaft mbH, Stadt Duisburg – Amt für Soziales und Wohnen/ Arbeitskreis AK DU 11, EG DU Entwicklungsgesellschaft Duisburg mbH, Duisburger Werkkiste gGmbH, AWO-Integration gGmbH, WerkStadt Duisburg GmbH und Tausche Bildung für Wohnen e.V.
Im Projekt renovieren Schüler*innen im Rahmen einer Schul-AG unter Anleitung von fachkundigem Personal Wohnungen in der Wiesenstraße in Marxloh. Die AG-Teilnehmer*innen erwerben dadurch einerseits lebenspraktische Fähigkeiten, die sie in Zukunft in ihrem eigenen Wohnraum umsetzen können und lernen andererseits handwerkliche Gewerke und Handwerker*innen kennen. Es werden folgende Ziele umgesetzt: Berufsorientierung, Erkennen eigener Fähigkeiten und Interessen, Unterstützung der Suche nach Ausbildungs­plätzen, Sanierung vom Wohnraum für einen sozialen Zweck, Belebung und Aufwertung des Immobilienbestandes, Bewusstseinsbildung bei Nachbarn. Perspektivisch soll eine Schülerfirma im Bereich Renovieren gegründet werden, die z. B. für benachteiligte Menschen tätig werden kann. Zudem entstehen dringend benötigte Räume für Nachbarschafts­initiativen und soziale Projekte, die von der Initiativgruppe vermittelt werden.

Gründung MarxlohForum
Presseinformation zur Gründung des MarxlohForums

Termine

Aufgrund der aktuellen Situation finden derzeit keine größeren Veranstaltungen im Stadtteil statt.

Bei Fragen zu einzelnen Terminen nehmen Sie bitte telefonischen Kontakt zum Stadtteilbüro auf.

Termine:

Alzheimer Gesellschaft Duisburg e. V.

Wintgensstraße 63
47058 Duisburg
Tel.: 0203-3095104
Ansprechpartner: Frau Zewe

Mittwoch, 25.11.2020:

Stadtteilrundfahrt durch Alt-Hamborn und Obermarxloh für Menschen mit Demenz

Durch die ca. einstündige Rundfahrt sollen alte Erinnerungen geweckt und Altvertrautes gesehen werden. Informationen über den Stadtteil und das Erzählen „wie war das damals“ stehen dabei im Vordergrund. Die Anregungen dazu li-fern das Panorama und die „ Mitreisenden“. Die Gruppe wird im Bus von einem*r Ansprechpartner*in der Alzheimer Gesellschaft begleitet. Das freundliche Buspersonal gibt Hinweise zum Stadtteil. Weitere Informationen und die Anmeldung erfolgen über die Geschäftsstelle der Alzheimer Gesellschaft Duisburg.

Die Teilnahme ist kostenlos.

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Ansprechpartner und Hilfen zu Zeiten von Corona:

 

Mädchenzentrum Mabilda e. V.

Kalthoffstraße 73, 47166 Duisburg
Tel.: 0203-510010
Fax: 0203-512794
Mail: mabilda@t-online.de

täglich von 9-12 Uhr ist unser Telefon besetzt für telefonische Beratung und für Beratung zum Thema Zwangsverheiratung

täglich von 10 – 14 Uhr und von 15-17 Uhr gibt es ein Angebot über Skype zum Quatschen, Spielen (über Discord) oder einfach, um den Kontakt zu uns zu halten, bei Interesse Kontakt vorher über Telefon 0203 510010 oder Mail mabilda@t-online.de

Unsere Sprachangebote werden täglich per Mail oder WhatsApp mit Hausaufgaben versorgt

Über facebook läuft eine Mitmach-Aktion zum Thema Freiheit

Ganz analog: Wir versorgen einmal wöchentlich unsere Mädchen mit Aktionstüten (Basteln, Kochen, Spielen) und stellen sie Ihnen vor die Tür.

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Probstei St. Johann

An der Abtei 2
47166 Duisburg

 

Alle, die in Zeiten der Corona-Krise Hilfe und Unterstützung oder Aktionen suchen, die unsere Solidarität und unseren Zusammenhalt fördern, sind hier richtig:  www.gemeinsam-in-hamborn.de

Hier finden Sie – v.a. wenn Sie zur Risikogruppe gehören – Unterstützung, wenn es um Einkäufe, kleine Besorgungen, Botengänge, etc. geht.

 

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Duisburger Werkkiste – Katholische Jugendberufshilfe gGmbH

Schulstr. 29
47166 Duisburg
Tel. 02 03-9 85 45 40

Die Duisburger Werkkiste bietet in Bruckhausen Fensterberatung der Erwerbslosenberatung und durch die Kümmerer an.

Kontakt

Erwerbslosenberatung: 0203 – 98 54 54 64/ Kümmerer: 0203-80 70 00 31.
Bitte um telefonische Vorabsprache.

Projekt EHAP und BIWAQ: Beratung von Wohnungslosen und von Wohnungslosigkeit bedrohten Menschen und Beratung und Unterstützung von Menschen, die (zurück) in den Beruf/eine Qualifizierung erwerben möchten: Gabriele Rimpler: 0203-80700030 (mit telefonischer Absprache)

Integriertes Stadtentwicklungskonzept Marxloh